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  • Ulmi 16

Tag 10: Mainz - Oberwesel KM 498 - KM 550 = 52 km

Aktualisiert: 24. Aug. 2021

Es geht weiter Richtung Rheingau mit einem Mix aus Sonne und Wolken vorbei an diversen Inseln und Auen, unzähligen herrschaftliche Villen und endlosen Reben, zudem haben wir heute bei KM 524 bereits die Hälfte unserer Fahrt hinter uns gebracht. Hier ist der Rhein mit 900 Metern auch am breitesten und ist geprägt von vielen länglichen, schmalen Inseln.


Der Rheingau liegt in einer der geschichtsträchtigsten Region an dem der Rhein aus der Reihe tanzt. Anstatt konsequent weiter nach Norden zu fließen, ändert er seine Richtung auf 35 Kilometern nach Westen und verschafft den Südhängen des Taunus ideale klimatische Bedingungen. Burgen, Schlösser, originelle Weindörfer und eine einzigartige, über die Jahrhunderte gewachsene Weinkultur sind hier auf engstem Raum zu finden.


Den ersten Halt machten wir in Rüdesheim, vermutlich DER Weinort in Deutschland mit der berühmt berüchtigten Drosselgasse.

Rüdesheim am Rhein ist eine Stadt im deutschen Rheintal, die für ihre Weinherstellung, vor allem für Rieslinge, bekannt ist. Der Ort wird jährlich von ca. 1 Mio Tagestouristen besucht und zählt über 400’000 Übernachtungen. Im Zentrum befindet sich die Drosselgasse mit Geschäften, Kneipen und Restaurants. . Die mittelalterliche Brömserburg beherbergt das Rheingauer Weinmuseum, in dem Ausstellungsstücke rund um Weinerzeugung und Weingenuss von der Antike bis heute gezeigt werden. Es ist auch die Heimat von Asbach Uralt, dem wohl bekanntesten Weinbrand (Cognac) Deutschlands.

Mit einer 2-er Sesselbahn sind wir zuerst über die Reben in die Höhe zum Niederwalddenkmal. geschwebt (über den Reben schweben😉). Von dort hat man eine schöne Aussicht auf das Rheintal, Rüdesheim, Bingen, die umliegenden Dörfer und die kilometerlangen Weinlagen. Diese erinnern mit ihren Terrassen sehr an die Lavaux am Genfersee.

Der Anlass zur Erbauung des Niederwalddenkmals war der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 und die anschließende Gründung des Deutschen Kaiserreiches am 18. Januar 1871.


Obwohl wir eine Berg/Talfahrt lösten, liessen es wir es und nicht nehmen die 30 Min zwischen den Reben nach Rüdesheim zurück zu wandern wo wir hungrig und durstig im Drosselhof an der Drosselgasse einkehrten.


Von Rüdesheim ging es weiter an den ersten der über 30 Burgen und Burgruinen vorbei nach Bacharach, eine kleine Stadt am Mittelrhein, deren besonderes Flair sicherlich von ihrem mittelalterlichen Aussehen herrührt. Auch dort machten wir einen kurzen Halt in einer Weinstube und probierten den hiesigen Riesling, der gar nicht so schlecht ist, wie wir befürchteten.

Kaum ging es weiter nach Oberwesel, der Stadt der Türme und des Weins, unserer letzten Station am heutigen Tag, das so ziemlich in der Mitte zwischen Mainz und Koblenz liegt, baute sich vor uns eine schwarze Wolkenwand auf, der schon vorherrschende Wind blies noch stärker und der Rhein wurde zusehends unruhiger. Offensichtlich erinnerte sich der Wettergott daran, den für gestern angekündigte Regen für heute aufzusparen, denn wir wurden nur noch 3 km vor unserem Ziel so schnell mit einer Starkregenwand eingedeckt, dass uns keine Zeit liess uns richtig darauf vorzubereiten. Das einzige was wir tun konnten, war das Boot abzudrehen mit dem Bug Strömung aufwärts und am Heck die Plane hochzuziehen. So schnell der Spuk gekommen ist, so schnell hörte es zwar nicht auf aber der Regen und die Windböen liessen so nach, dass uns die Weiterfahrt erlaubte. In Oberwesel haben wir im Hotel Weinhaus Weiler eingecheckt und stellten zum Erstaunen aller fest, dass es in diesem Hotel eine thailändische Küche gibt. Nach den letzten sehr „deutschen“ Mahlzeiten war dies eine willkommene Abwechslung zu dem die meisten das dazu passende Singha Bier tranken und das in einem Weinhaus🙈



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